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Bildhauer, Maler und Poet - Gustav Eberlein Forschung - private Homepage von Prof. Rolf Grimm

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Es lassen sich SCHAFFENSPERIODEN, die zugleich STILPERIODEN sind, erkennen.

Hier ist es bei Berücksichtigung der Tatsache, dass die Stellung des Künstlers, besonders des Bildhauers, in jener Zeit noch mehr vom Auftraggeber abhängig war als heute, interessant zu beobachten, ob einem Werk ein bezahlter Auftrag zugrunde lag oder ob es Eberlein "für sich" schuf.

P E R I O D E N
(1870 Ende des Studiums in Nürnberg; ab 1884 "selbständig" in Berlin)

1900 - 1906
Der große Erfolg im Wettbewerb um das Richard-Wagner-Denkmal (207) und der Auftrag (!) des Kaisers zu dem kolossalen Goethe-Denkmal in Rom (208) "beenden" - zumindest äußerlich - die vorhergegangene "krisenhafte" Periode.

Der erzählerische, phantasievolle Zauber allegorischer Gruppen an den Denkmalsockeln wird wieder aufgenommen und zu voller Blüte gebracht. Malerische, teilweise zarte erotische Elemente verwendet Eberlein bei den mannigfaltigen Paardarstellungen. Sie werden so populär, dass die Gießerei Gladenbeck, Berlin, sogar die Produktion von Werken aus der Zeit um 1890 wieder aufnimmt. Auch Portraitbüsten werden wie bisher in großer Zahl geformt.

Es ist eine "Flut" von Werken, die in Eberleins Ateliers in Berlin, Hann. Münden und Rom entsteht, sodass die "Illustrirte Zeitung" (LIZ) berichtet: "Eberlein lässt (!) gegenwärtig in seinem Atelier arbeiten an . . . . ".
Neben diesen Arbeiten nimmt sich Eberlein die Zeit, in der Fotomappe "Das Goethemonument in Rom und andere Werke" (1904) einige seiner neuesten Schöpfungen neben denen des Goethedenkmals zu zeigen.

Der Gedanke, wie Eberlein bei all dieser ungeheuren Kreativität zusätzlich - ohne erkennbare Hilfe - seine Finanzen und die sonst notwendige Organisation im Sinne eines "Managers" regeln konnte, lässt Fragen offen.

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