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Bildhauer, Maler und Poet - Gustav Eberlein Forschung - private Homepage von Prof. Rolf Grimm

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Es lassen sich SCHAFFENSPERIODEN, die zugleich STILPERIODEN sind, erkennen.

Hier ist es bei Berücksichtigung der Tatsache, dass die Stellung des Künstlers, besonders des Bildhauers, in jener Zeit noch mehr vom Auftraggeber abhängig war als heute, interessant zu beobachten, ob einem Werk ein bezahlter Auftrag zugrunde lag oder ob es Eberlein "für sich" schuf.

P E R I O D E N
(1870 Ende des Studiums in Nürnberg; ab 1884 "selbständig" in Berlin)

1885 - 1895
Eberlein erhält Aufträge zu einer Vielzahl von Hohenzollern-Darstellungen "zu Pferd und zu Fuß" aufgrund von Wettbewerbserfolgen. Dem Verfasser ist kein anderer Bildhauer bekannt, der mehr Wettbewerbe für derartige Denkmäler gewonnen hätte.
Die Aufträge für die Siegesallee (177, 178) stellen vor 1900 das Ende dieser Thematik dar.
Die Kolossal-Reiterstatuen, oft als Galvanoplastiken für mehrere Denkmäler schablonenhaft verwendet, verbessern Eberleins Finanzen "kolossal".
die malerischen Marmor- oder Bronzegruppen am Fuße der Sockel - Kennzeichen des Eberleinschen Neubarock - zeigen das Talent und das wahre Engagement des Künstlers. Gut zu sehen ist dieses bei den erhaltenen Figurengruppen für das Grimm-Denkmal in Hanau (Entwurf; 196) und für das Kaiser-Wilhelm-I-Denkmal in Hamburg-Altona (168).

Persönlich wendet sich Eberlein infolge der oben geschilderten Lebensereignisse den reizenden Mutter / Kind- und Psychedarstellungen zu, - dieses auch in der Malerei.
Es sei hier darauf hingewiesen, dass Eberlein grundsätzlich sehr eng nach der Natur, d.h. nach Modellen, deren körperliche "Schwächen" er nicht idealisierte, gearbeitet hat (16).
die Vielzahl der Portraitbüsten in dieser Periode deutet auf den inzwischen erreichten Bekanntheitsgrad Eberleins hin. "Man" ließ - auch später - bei ihm arbeiten.

Trotz der Fülle an Kolossaldenkmälern und Kleinplastiken konnte Eberlein zusätzlich noch den künstlerisch reich illustrierten Gedichtband "Aus eines Bildners Seelenleben" (1890/92) veröffentlichen (IX).

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